Presseerklärung der Ärztesprecher der Universitätskliniken
Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen vom 08.06.06
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Eskalation durch Ignoranz:
Zunehmende Verschärfung des Streiks der Ärzte an den mitteldeutschen Universitätskliniken
 

Trotz der Verhandlungsbereitschaft des Marburger Bundes und den Vermittlungsbemühungen des bayrischen Finanzministers hat der Vorsitzende der Tarifgemeinschaft der Länder (TdL), Hartmut Möllring, am 06.06.2006 erneut die Wiederaufnahme der Tarifverhandlungen mit dem Marburger Bund abgelehnt.

Den Ärzten soll der kürzlich abgeschlossene Tarifvertrag zwischen der TdL und ver.di aufgezwungen und dadurch das Recht auf eine eigene gewerkschaftliche Vertretung aberkannt werden.

Der Abschluss eines eigenständigen Tarifvertrages für Ärzte durch den Marburger Bund ist jedoch eine zentrale und unverrückbare Forderung. Nur der Marburger Bund besitzt mit 105.000 organisierten Ärzten die Legitimation, diesen Tarifvertrag abzuschließen. Die Gewerkschaft ver.di kann mit lediglich 600 von ihr vertretenen Ärzten dieses Verhandlungsmandat keinesfalls wahrnehmen.

Die in der „Mitteldeutschen Mediziner Streikplattform" organisierten Ärzte der Universitätskliniken Dresden, Halle, Jena, Leipzig und Magdeburg haben in Abstimmung mit dem Marburger Bund beschlossen, den Streik ab dem 12.06.2006 in verschärfter Form und unbefristet fortzusetzen.

Die "Mitteldeutsche Mediziner Streikplattform" fordert:


Für den Ärztesprecherrat des Universitätsklinikums Dresden:
Dr. med. Sebastian Stehr, Dr. med. Anette Ditzen

Für den Ärztesprecherrat des Universitätsklinikums Leipzig:
Dr. med. Cordula Röhm, Dr. med. Marcus Heufelder

Für den Ärztesprecherrat des Universitätsklinikums Halle:
Dr. med. Johannes Köster, Monika Persing, Axel Nill

Für den Ärztesprecherrat des Universitätsklinikums Magdeburg:
Dr. med. Ute Schmidt und Dr. med. Falk R. Wiedemann

Für den Ärztesprecherrat des Universitätsklinikums Jena:
Marcus Arp, Dr. med. Thomas Neumann