DEUTSCHE GESELLSCHAFT FÜR CHIRURGIE
Präsident: Prof. Dr. med. Hans Detlev Saeger, Dresden
Berlin, 22.5.2006
Solidarität mit streikenden Klinikärzten
Verdi streikt monatelang gegen höhere Arbeitszeiten – Ärzte sollen nun aber 42 Stunden in der Woche arbeiten, und das ohne vollen Lohnausgleich.
Während alle übrigen Berufsgruppen Einmalzahlungen erhalten (je nach Gruppe bis zu 450 €/Jahr), werden Ärzten diese Zahlungen verweigert.
Der Vertrag sieht mögliche Gehaltskürzungen in Höhe von 10% durch „Maßnahmen zur Zukunftssicherung“ vor, wenn sich Kliniken in Notlagen befinden.
Ärzte sollen ein in die Gehälter eingearbeitetes Weihnachtsgeld in Höhe von 30% erhalten, während man bereit ist, anderen Berufsgruppen bis zu 95% zuzugestehen.
Es wird keinen Feiertagszuschlag bei Bereitschaftsdiensten geben, der zwischen MB und der Tarifgemeinschaft der Länder (TdL) in Höhe von 25% bereits verhandelt war.
Der Besitzstand nach §71 BAT, der die Gehaltsfortzahlung im Krankheitsfall regelt, wurde für Ärzte gestrichen, allen anderen Berufsgruppen bleibt er erhalten.
Die Ost/West-Ungerechtigkeiten bei den Gehältern werden zementiert und verstärkt.
Der Vertrag soll nicht zum 1. Juli, sondern erst zum 1. November wirksam
werden.
Deutsche Gesellschaft für Chirurgie
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Deutsche Gesellschaft für Thorax-, Herz- und Gefäßchirurgie
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Deutsche Gesellschaft für Viszeralchirurgie
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Ansprechpartner für Rückfragen:
Professor Dr. med. Hartwig Bauer, Generalsekretär der Deutschen Gesellschaft für
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